ETS-Erfahrungsbericht
von
Martina Zecher
(zechmaen@web.de)
Es ist heiß in Meran. Schwül und drückend.
Wir (mein Mann Stefan und ich) kommen schon früh (so gegen 14:00 Uhr) in Meran
an. Wir laufen ein bischen durch die Innenstadt. Ich bin aufgeregt. Plötzlich
hab ich Angst vor dem Morgen. Wir trinken die erste Flasche Wein. Schon leicht
angetüdelt geht’s ins Hotel (Hotel Bavaria – direkt gegenüber der Klinik
– nicht schlecht, aber ziemlich teuer), umziehen und nochmal raus. Wir sitzen
bei der nächsten Flasche Wein (diesmal Rotwein) und Essen in einem schönen
Lokal – da passiert’s: der Himmel verdunkelt sich. Wind kommt auf. Mich
friert. Es fängt an zu regnen. Na toll: Gewitter. Plötzlich kracht es über
unseren Köpfen und ich kann nicht glauben, was ich sehe: mit einer Naturgewalt,
wie ich es bisher nicht erlebt habe hagelt es golfballgroße (!!!!) Teile vom
Himmel. Es kracht und lärmt, die Leute rennen zum Fenster. Will mich da jemand
warnen? Stefan nur: „Das überlebt mein Auto nicht....“ (hat den Spuck von
etwa 20 Minuten überlebt – aber die zahlreichen „Narben“ auf Dach und
Haube sind unübersehbar!!!) So gegen 21:30 Uhr gehen wir wieder ins Hotel. Ich
muß noch was trinken. Noch eine rauchen. Oh Gott bin ich aufgeregt. Ich trinke
noch einen Sekt (!!) – hoffentlich wird mir nicht schlecht – Eine letzte
Zigarette – dann falle ich ins Bett. (gerade mal 22:00 Uhr). Ich kann gut
schlafen. Am nächsten Morgen unter der Dusche geht’s noch. Aber auf dem Weg
zur Klinik fühle ich mich, als ob ich zum Henker geführt werde. Am Eingang
wird eine Kopie meines Passes gemacht und im ersten Stock warten wir auf Dr.
Tarfusser. Mir wird schlecht. Stefan steht am Fenster und meint nur: „da kommt
er“. Ich stürze zum Fenster und sehe einen silbernen Sportwagen, der von
seinem Fahrer mit absoluter Perfektion eingeparkt wird. Der Fahrer, der
aussteigt sieht eigentlich aus wie ein Bergführer (haben wir die letzten Tage
ja öfter gesehen: durchtrainierte Figur, beruhigendes Wesen und sympathisches Lächeln).
Keine 5 min. später steht er (tatsächlich er) vor mir. Ich bin erleichtert.
Total schöne, blaue Augen, schlanke Hände und –sympathisch und ein
beruhigendes Lächeln im Gesicht. Wir gehen in einen Besprechungsraum und
sprechen ausführlich über meine Krankengeschichte und die einzelnen
OP-Methoden. Er weißt mich ausdrücklich darauf hin, dass es bei einem
Th4-clamping noch keine Langzeitstudien gibt und auch der Kongress keine neuen
Erkenntnisse gebracht hat. Ein Rezidivrisiko ist bei Th4 durch diese fehlenden
Studien höher als bei Th2. Er selbst hat diese OP bisher sechsmal durchgeführt,
bei einem Patienten ohne Erfolg (!), bei einer Patientin mit einem ungleichen
Ergebnis an den Händen. (lieber Gott, was soll ich tun????) Ich entscheide mich
trotzdem für Th4, ich hab einfach zuviel Angst vor übermäßigem cs und will
ja (nach Möglichkeit) auch die Achseln trocken legen. (bei axillärer HH ist
Th4 wohl besser). Ich werde in mein Zimmer geführt. Ach wie schön – ein
Einzelzimmer mit Blick zum Bavaria Hotel. Mittlerweile bin ich ziemlich ruhig
und gelassen. Habe kaum nasse Hände. Dr. Friedrich kommt und bespricht mit mir
den Ablauf der OP und schaut sich Bluttest und EKG an. Ich unterschreibe noch
den üblichen Fragebogen und dann hört er noch meine Lunge ab. Dann darf ich
mich komplett ausziehen und Thrombosestrümpfe und das tolle „Hemdchen“
anziehen. Stefan geht. Ich lege mich aufs Bett. Dr. Friedrich kommt und schiebt
mich nebenan in den OP-Vorraum. Hier stehe ich auf und gehe in den OP-Saal. Eine
schmale Pritsche, auf die ich mich drauflegen muß. Ich bekomme Elektroden am Rücken
befestigt und die Arme werden seitlich vom Körper in speziellen Halterungen
fixiert. Ich schaue auf die riesige OP-Lampe über mir und habe plötzlich
Todesangst. Nein ich will nicht. Dr. Tarfusser schaut nach mir, beruhigt mich
ein bischen. Auf der rechten Handfläche piekst es. Ich will nicht..... mir fällt
nichts anderes ein, als was zu fragen. „Bin ich die Einzige heute?“ Dr.
Friedrich: „Nein, es kommen heute noch zwei....denken sie jetzt an was Schönes
und atmen sie tief ein.“ Ich atme tief. Meine rechte Hand wird kalt. Ich kann
merken, wie das Narkosemittel in meinen Arm läuft. Ich will nicht......ich atme
nochmals tief ein, habe das Gefühl von Medikamentengeschmack auf der Zunge.
Nein, nein, nein......beim nächsten Einatmen bin ich weg. „Frau Zecher –
sie müssen jetzt aufstehen und in ihr Bett zurück...“ Irgend jemand hilft
mir in mein Bett. Ich friere. Meine Beine schlottern – oh Mann ist das ein
ekliges Gefühl. Ich werde in mein Zimmer geschoben. Das Atmen geht –
Schmerzen im Brustbereich auf der linken Seite aber fast unerträglich. Was
haben die mit mir gemacht??? Ich bekomme eine Infusion und der Blutdruck wird
gemessen. Dr. Friedrich kommt und sagt es wäre alles glatt verlaufen, wenn die
Schmerzen schlimmer werden, solle ich eine Tablette nehmen. Schlimm fand ich
auch, das ich soooo müde war. So ständig im Dämmerschlaf und diese Schmerzen
auf der linken Seite. Mein Handy steht nicht still. Eine SMS nach der anderen.
Ich bin so schwach die ersten drei Stunden, das ich es noch nicht mal packe, sie
mir anzusehen. Ich bekomme Tee (Gott sei Dank keinen Kamillentee, sondern
Hagebutte). Der tut mir gut, mir wird langsam wärmer. Alle halbe Stunde wird
der Blutdruck gemessen – und ich nicke immer wieder ein. Ich rufe Stefan an.
10 min. später ist er da. Wie’s mir denn gehe? Schlecht, sage ich. So
geht’s mir auch. Ich kann nicht glauben, das es allen anderen so gut ging. Ich
kann kaum sprechen, die linke Seite bringt mich um. Ich lasse mir eine
Schmerztablette (die zweite mittlerweile) geben. Nach einer weiteren halben
Stunde geht’s. Ich will aus diesem Totenhemd raus. Stefan hilft mir in T-Shirt
und Shorts. Ich bin gerade angezogen, da kommt die Schwester mit einem
Rollstuhl. Röntgen. Ich werde runter gefahren ins Erdgeschoß. Oh Mann, der
Radiologe kommt auf mich zu. Das glaub ich ja nicht – George Clooney (???!!!!)
„schmacht“... Er macht die Lungenaufnahme und ich sitze im Rollstuhl und
warte. Ich bin allein im Zimmer und plötzlich wird mir schlecht. Ich rolle
raus, eine Schwester kommt und schiebt mich Richtung Fahrstuhl. George Clooney
eilt herbei und reicht mir ein Glas Wasser. Na toll – schön blamiert,
Martina. So ein Mann und dir wird schlecht....!! Ich werde wieder in mein Zimmer
gebracht und bekomme nochmal Tee und Wasser. Ich bin so müde, das ich mit
Stefan gar nicht reden kann – wie denn meine Hände wären? –hatte ich noch
gar nicht so registriert- ja staubtrocken und ganz warm. Endlich Abendessen.
Eine undefinierbare Suppe (Kartoffel – Spargel oder so) und vier Zwieback. Hab
ich einen Hunger. Schmeckt eigentlich gar nicht schlecht. Danach verabschiedet
sich Stefan und ich nicke schon wieder ein. Dann lese ich die ganzen lieben SMS.
Ich danke euch so – ich hab, als ich da so gelegen habe und es mir wirklich
nicht gut ging von euren SMS gezehrt!!!!! Eine hab ich auch noch verfasst und an
alle geschickt. Dr. Tarfusser kommt und berichtet, dass die OP sehr gut
verlaufen sei und die Klammern perfekt sitzen würden. Ein bischen Luft noch im
linken Brustbereich (aha – deshalb die Schmerzen) – wäre aber nicht schlimm
und würde auch keine Drainage erforderlich machen. Dr. Friedrich schaut auch
nochmal vorbei und läßt die Infusionsnadel entfernen. Ich lasse mir eine
Schlaftablette geben und schlafe ein. Gegen 5:00 Uhr kommt eine Schwester und
weckt mich. Blutdruck und Fieber werden gemessen. Mir geht es viel besser. Auf
der rechten Seite konnte ich super schlafen, die linke schmerzt wesentlich
weniger. Auch besser atmen und sprechen kann ich. Ein bischen Halsschmerzen hab
ich und manchmal den Geschmack von Blut auf der Zunge. Um 7:00 gibt’s Frühstück.
Ich hab schon wieder Hunger und bestell sogar noch einen Joghurt nach.....und
wie gut kann Kaffee schmecken. Ich betrachte das erste Mal bewußt meine Hände.
Das ist schon ein irres Gefühl – so warm und so trocken. Trotzdem meine ich,
dass die linke Hand nicht ganz so trocken ist wie rechts. Hm. Links is wohl
nicht alles so glatt gelaufen.....Dr. Tarfusser kommt nochmal und ich frage ihn,
wg. der Halsschmerzen. Könnte schonmal vorkommen durch die Narkose. Okay. Er
schaut sich nochmal meine linke Seite an. Ich sage ihm auch, das die linke Hand
nicht so trocken wäre. Das müsse man abwarten – kann sich noch verändern.
Naja – wenn ich ehrlich bin, ist die linke Hand schon trocken, aber halt nicht
ganz so heiß und staubtrocken wie die rechte. Ich werde entlassen und bezahle
drei Rechnungen:
Klinik
Sankt Anna LIT 1.608.000 =
DM 1.624,24
Dr.
Friedrich LIT 802.500 =
DM 810,61
Dr.
Tarfusser LIT 3.202.500 =
DM 3.234,84
Also
gesamt 5.669,69 DM, alle mit Euroschecks. Dr. Friedrich fängt mich noch ab und
verabschiedet sich. Ich drehe mich um und – George Clooney steht wieder vor
mir und fragt mich, ob es mir denn besser gehe. (Schäm.....) Claro. (Eigentlich
hätt ich sagen müssen: bei so gut aussehenden Männern wird mir immer
schlecht)...
Stefan
kommt und wir gehen ins Hotel. An diesem Tag läuft nicht so viel – ein
bischen schlapp bin ich immer noch. Abends sitze ich noch unten auf der
Terrasse, Stefan sieht im Zimmer Tour de France. Plötzlich ist’s wie ein
Donnergrollen – und die Erde bebt. Alles wackelt und schwankt – ich schaue
nur auf die Glasscheibe hinter mir und weiß nicht was ich tun soll. Gerade als
ich aufspringen will und einfach nach vorne in den Garten flüchten will, hört
es auf. Mein Gott – was passiert hier noch alles? Im Hotel werden ein paar Gäste
aus dem vierten Stock auf andere Zimmer verlegt – unseres (2. Stock) hat drei
riesige Risse in den Wänden. Auch sonst im ganzen Hotel bröckelt der Putz von
den Wänden. Am nächsten Tag bin ich froh, das wir fahren. Wir fahren zu
Freunden nach Rosenheim. In der Nacht habe ich wieder Probleme mit der linken
Seite: es gurgelt und blubbert mit meinem Herzschlag.....nicht schmerzhaft, aber
ein ekliges Gefühl. Leichte Panik kommt auf. Am nächsten Morgen versuche ich
Dr. Tarfusser telefonisch zu erreichen. Ein Band läuft. Ich schicke ihm eine
mail und hoffe auf einen Anruf. Der nicht kommt. In der nächsten Nacht ist es
allerdings auch schon etwas besser. Ich lese im OP-Bericht nochmal: ....links
ein mässiges subkutanes Emphysem.....was ist das? Egal, es geht mir besser.
Gestern abend sind wir dann wieder zuhause in Frankfurt eingetrudelt. Heute
morgen hatte ich leicht feuchte Hände. Ist jetzt immer noch so. Links etwas
mehr als rechts. Shit. Hoffentlich gibt sich das wieder und insbesondere die
linke Seite wird wie die rechte....die Achseln sind trocken bisher. Von cs habe
ich noch nichts bemerkt. Mittlerweile sind meine Halsschmerzen weg und es
gurgelt jetzt kaum noch auf der linken Seite, aber wenn ich mich bücke und
hochgehe, gurgelts direkt am Brustbein, etwas weiter links. Manchmal habe ich
dann einen richtigen Hustenreiz und das Gefühl, beim Hochgehen nicht richtig
Luft zu bekommen. Wenn’s morgen nicht besser ist, muß ich halt nochmal zum
Arzt.
So.
Das waren also meine 3 Tage in Meran. Mal sehen wie’s weitergeht. Ich hoffe
halt, dass meine Hände wieder richtig trocken werden (und auch gleichmäßig)
und dies heute nur das post-op-Schwitzen ist. Drückt mir mal die Daumen – Ihr
Lieben – ich werde weiter berichten.
Ach
ja und hier der OP-Bericht nochmal:
Intubationsnarkose.
Cm-lange Inzision in der linken Achselhöhle und stumpfes Präparieren des
subkutanen Kanals bis zur 3. Rippe der vorderen Axillarlinie. Eine zweite kürzere
Inzision ein paar Zentimeter weiter kranial. Die Verres-Nadel wird an der
Oberkante der 3. Rippe in den Pleuraraum vorgeschoben. Nach Insufflation von 2
Liter CO2 wird das Resektoskop in die Brusthöhle eingeführt, an der
Lungenoberfläche Läsionen ausgeschlossen und der sympathische Grenzstrang
identifiziert. Fenestierung der Pleura und Clamping des Nervs oberhalb der 4.
Rippe mit 2 Titanklammern (Storz) und unterhalb des 4. Ganglions an der
Oberkante der 5. Rippe mit einer Klammer. Entfernung des Endoskops nach
Aspiration des CO2 und Schliessung der Inzisionen mit intrakutanem Vicryl rapid.
Anschließend identische Vorgehensweise an der rechten Thoraxhälfte. Keinerlei
technische Schwierigkeiten oder Komplikationen während des Eingriffs.
-Habe
nämlich gerade gelesen, das es euch brennend interessiert, wo und wie oft
geklammert wurde...
Es
grüßt euch – die (weitgehend) trockene Martina
Update
1:
heute
- eine Woche danach hier mein erstes Update:
am Tag der OP: warme (nein eher heiße)
staubtrockene Hände, trockene Achseln
Entlassungstag: rechte Hand heiß und
staubtrocken, links nicht ganz so heiß, aber warm und zwischen Daumen und
Zeigefinger nicht staubtrocken aber trocken. Achseln trocken.
Mittwoch, Donnerstag und Freitag wie
Entlassungstag - links aber etwas verstärktes Gefühl von leicht klamm aber
warm. kleine cs-Attacke im Auto - Po/Schritt leicht feucht.
Samstag, Sonntag: heul - bin morgens
schon mit feuchten (richtig klammen) Händen aufgewacht - Sonntag noch mehr als
Samstag - beide Hände am Sonntag. Wenn man genau hinsieht, sieht man links
winzige Schweißtröpfchen (so wie Glitzercreme). Nicht nass oder abtropfend,
aber klamm. bischen cs wieder mal für ca. 5 min. am Po..., leicht feuchte
Achseln - hier ist links besser..., das Gefühl, das die Füße vermehrt
schwitzen.
Montag: heute nicht mit feuchten Händen aufgewacht. Rechts wieder etwas
besser. Links aber immer noch klamm - beide Hände warm, Achseln fast trocken,
cs heute auch kurz am Po festgestellt (als ich im Auto zur KK gefahren bin)
Vor lauter Verzweiflung habe ich heute mit Dr. Tarfusser telefoniert. Der hat
mich wieder ein bischen beruhigt:
1. bei einem Clamping ist das postoperative Schwitzen länger als beim Cut.
2. insbesondere bei Th4-Operationen fängt dies auch viel früher an.
3. bei mir wäre alles super verlaufen - die Klammern sitzen
"perfekt".
Ich solle in einer Woche nochmal anrufen.
Ich war gestern so schlecht drauf, das ich noch nicht mal "on board"
war. Habe ich eine "ausreichende" OP-Methode gewählt? Was mach ich
wenn die Hände wieder richtig nass werden? Ihr seht, ich registriere jede Veränderung
momentan - und mache damit nicht nur mich, sondern wohl auch meine abgeklemmten
Nerven verrückt.
Naja, ich hoffe, das pendelt sich noch ein - ich werde weiter berichten und: ich
bin so froh, das es euch gibt!!!
Update
2:
ETS-Update,
14 Tage nach der OP
Montag,
23.7.
Mit
feuchten Händen bereits aufgewacht, Achseln ebenfalls feucht – vor lauter
Verzweiflung gleich morgens mit Dr. Tarfusser telefoniert. Danach
etwas wieder beruhigt. („das postoperative Schwitzen im Falle eines clamping
dauert länger als bei einem cut, bei Th4-clamping fängt dies auch viel früher
an – in einer Woche solle ich nochmal anrufen“) Mittag kleine cs-Attacke
beim Autofahren – Schritt und Po – hier unterhalb, hintere Oberschenkel
nass. Abends nochmal cs; Achseln trocken, Hände rechts ganz warm und trocken,
links etwas kühler und leicht klamm.
Dienstag,
24.7.
Habe
nachts geschwitzt, als hätte ich Fieber....klamme Füße schon beim Aufstehen,
Hände rechts trocken, links „griffig“ (wenn man genau hinsieht, sieht man
an den Fingerspitzen es leicht glitzern), Achseln trocken. Erster Arbeitstag –
typische Schwitzsituation, weil jeder natürlich wissen will, wie’s geworden
ist. Ganzen Tag so wie morgens. Kein cs.
Mittwoch,
25.7.
Schon
wieder nachts total geschwitzt. Völlig nass am ganzen Körper aufgewacht –
aber Hände rechts trocken, links feucht. Achseln links trocken, rechts feucht.
Nachmittags – geil, beide Hände trocken, Achseln trocken. Kein cs.
Donnerstag,
26.7.
Nachts
nicht geschwitzt. Dafür Rückenschmerzen. Im oberen Bereich, zwischen den
Schulterblättern. Hände fast gleich trocken – links unwesentlicher ganz
minimaler Unterschied. Achseln trocken. Kein cs.
Freitag,
27.7.
Nachts
nicht geschwitzt. Rückenschmerzen viel besser. Absolute Stresssituation im
Geschäft: Hände beide trocken, Achseln trocken – in dieser Situation
heftiges cs im Schritt und hintere Oberschenkel. (Klatschnass) – cs auch im
oberen (!!) Rückenbereich – zwischen den Schulterblättern
Samstag,
28.7.
Hände
wieder etwas unterschiedlicher, Achseln ebenfalls (Hände: rechts trocken, links
etwas klamm, Achseln: links trocken, rechts etwas klamm), abends heftiges cs für
etwa 5 Min. – wieder Schritt und Oberschenkel – danach Hände und Achseln
trocken...
Sonntag,
29.7.
Hände
morgens schon wieder unterschiedlich, Achseln trocken. Nachmittags cs am Po und
wieder oberer Rücken. Linke Hand glitzert (wieder mal) verdächtig. Sie ist
auch zwischen Daumen und Zeigefinger nicht ganz so warm (oder vielmehr heiß)
wie rechts.
Montag,
30.7.
Hände:
links glitzer (aber unwesentlich – nur etwas griffiger als rechts), rechts
trocken. Achseln trocken. Habe mit Dr. Tarfusser telefoniert. Er sagte mir, das
diese Unterschiedlichkeit bei der linken Hand durchaus noch immer von einer
Traumatisierung des Nervs kommen kann. (die linke Seite hat mir ja auch nach der
OP extrem Probleme bereitet) Es ist (leider) bei jedem völlig unterschiedlich,
wie das Nervensystem reagiert. Es könne bei jedem unterschiedlich lange dauern,
insbesondere bei einem Th4-clamping.
Ich
werde ihn am 20.8. nochmal anrufen (die Woche vorher wird in ganz Meran nicht
gearbeitet...-haben die’s gut)
Fazit
nach 14 Tagen:
Bis
auf die mittlerweile eigentlich unwesentliche Ungleichheit der Hände bin ich
mit der OP sehr zufrieden. Selbst heftige cs-Reaktionen sind tolerierbar und
geil ist, das die Achseln trocken sind. Ich denke in meinem Fall schon,
das links der Nerv doch schon etwas mehr traumatisiert ist und einfach noch ein
bischen braucht.
So
long, werde weiter berichten,
Liebe
Grüße, Martina
Update
3:
ETS-Update
–3 Wochen danach
Dienstag,
31.7.
-stöhn....superheiß
und schwül heute. Achseln trocken, Mittags Arzttermin – bin
superaufgeregt...in dieser Situation rechte Hand trocken und warm, links plötzlich
das Gefühl, das sie „feucht“ ist. Bin kurz danach gegangen – erster Blick
auf die linke Hand: trocken – nur etwas kühler als rechts. (????) – Mein
„Wärmeempfinden“ ist irgendwie durcheinander. Kein cs.
Mittwoch,
1.8.
Was
für eine anstrengende, warme Nacht....Achseln morgens leicht klamm, Füße
nass, Hände beide trocken. Mittags Achseln und Hände trocken. Kein cs. Leichte
Rückenschmerzen zwischen den Schulterblättern.
Donnerstag,
2.8.
Nachts
wieder mal tierisch geschwitzt. Bauch, Rücken, Beine nass. Morgens rechte
Achsel feucht, links trocken. Hände links kühler – glitzer, glitzer –
leicht griffig. Mittags Achseln trocken, Hände immer noch unterschiedlich. Kein
cs. Immer noch leichte Rückenschmerzen.
Freitag,
3.8.
Stelle
mit Erstaunen fest, das ich an den Armen keine Gänsehaut mehr bekomme, wenn ich
friere. Linke Hand immer noch anders als rechts. So gegen 10:00 Uhr plötzliche
Änderung: beide Hände superwarm und trocken. Sogar die Füße total warm und
trocken. Achseln trocken. Kein cs. Rückenschmerzen besser.
Samstag,
4.8.
Habe
immer noch keinen Sport gemacht oder mich sonst körperlich groß angestrengt.
Heute mal die Wohnung auf Vordermann gebracht. Dabei habe ich (insbesondere bei
solchen Temperaturen) bisher an den Händen, Achseln, Brust und Füßen
geschwitzt. Heute: Hände und Achseln trocken und warm, wie bisher an den Füßen
geschwitzt. Aber: völlig neu – Brust und Bauch nass (!), oberer und unterer Rücken
feucht. Po/Schritt trocken. Mal sehen, wie das bei richtiger Anstrengung (Sport)
ist. Rückenschmerzen wieder schlimmer.
Sonntag,
5.8.
Beide
Hände trocken und warm, Achseln trocken, kein cs.
Fazit
nach 3 Wochen:
Habe
das Gefühl, das mein Körper sich noch immer nicht so ganz umgestellt hat.
Vielleicht traue ich mich am Mittwoch mal für eine Stunde in Sport. Werde mal
sehen, wie’s jetzt die Tage ist – will mir Zeit geben. Ich merke, das alles
durcheinander ist und will nichts provozieren, da ich diese Woche ja mit cs überhaupt
keine Probleme hatte. Werde weiter berichten,
liebe
Grüße,
Martina
21.04.2002
... manchmal kommt's doch anders als man denkt ...
http://medizin.freepage.de/ets/martina.html