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7. |
Mittelfrequente Reizströme (MF-Ströme) |
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Anwendungsformen
Mittelfrequente Ströme werden üblicherweise als sinusförmige Wechselströme angewendet. Durch die hohe Frequenz der Wechselspannung können keine elektrolytischen Wirkungen entstehen, was diese Ströme sehr sicher in der Anwendung macht.
Durch die sehr kurzen Impulszeiten wird praktisch die gesamte Leistung über die kapazitive Komponente des Hautwiderstandes übertragen; dadurch ergibt sich nur eine geringe sensible Reizung der Haut.
Werden mittelfrequente Ströme mit einer galvanischen Komponente kombiniert, müssen hinsichtlich der Behandlungstechnik die gleichen Schutzvorkehrungen getroffen werden, wie sie für galvanische Ströme allgemein gelten.
| 7.1. |
Interferenzstrom |
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| 7.1.1. |
statischer Interferenzstrom (IF-Strom) |
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Durch Überkreuzung zweier mittelfrequenter, bipolarer Stromkreise entsteht im Körpergewebe ein neuer mittelfrequenter Strom, der Schwebungsstrom mit der Frequenz : |
| f1+2 = ( f1 + f2 ) / 2 |
| Die Schwebungsfrequenz, d. h. das rhythmische Ansteigen, bzw. Absteigen der Amplitude des Schwebungsstromes beträgt : |
| fS = f1 - f2 |
| Der mittelfrequente Schwebungsstrom stellt also die Trägerfrequenz dar; die Schwebungsfrequenz ist die, niederfrequent modulierte, Wirkfrequenz. |
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| 7.1.2. |
stereodynamischer Interferenzstrom |
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Durch Überkreuzung von drei mittelfrequenten Stromkreisen und die entsprechende Modulation dieser drei Ströme gegeneinander lässt sich das, im Körpergewebe enstehende, Interferenzfeld dreidimensional innerhalb des Gewebes verschieben. Durch diese ständige Veränderung des Interferenzfeldes ergibt sich eine gleichmässige Energieverteilung im Behandlungsgebiet. |
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| 7.2. |
Amplitudenmodulierter Mittelfrequenzstrom (AMF-Strom) |
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Der mittelfrequente, einkreisige Trägerstrom wird bereits im Therapiegerät niederfrequent amplitudenmoduliert. Dadurch wirkt die, niederfrequente, Modulation im gesamten Stromflussbereich. Der Strom, der im Behandlunggebiet fliesst, ist kein Schwebungsstrom. |
Wirkungen des MF-Stromes
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Durch die Summation von vielen Einzelreizen ergibt sich ein Erregungsmechanismus, der den physiologischen Verhältnissen nahekommt. |
| Durch die hohe Frequenz der Wechselspannung ergibt sich eine Herabsetzung des Hautwiderstandes (Kondensatoreffekt der kapazitiven Komponente des Hautwiderstandes). |
| Durch die Anwendung von Wechselstrom (biphasisch, symmetrisch zur Nulllinie) besteht praktisch keine Verätzungsgefahr. Es können allerdings auch keine polungsabhängigen Stromwirkungen entstehen. |
Dosierungsparameter
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Es gelten allgemein die Richtlinien wie für galvanische Ströme. |
| Bei Anwendung als reiner Wechselstrom ohne galvanische Komponente stellt Metall im Stromflussbereich keine prinzipielle Kontraindikation dar. |
Vorteile des MF-Stromes gegenüber galvanischen Reizströmen
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kaum Verätzungsgefahr |
| angenehmes Stromempfinden |
| gute Tiefenwirkung (v. a. bei IF-Strom) |
| Erregungsbildung durch Summation vieler Einzelimpulse |
Nachteile des MF-Stromes gegenüber galvanischem Strom
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geringere hyperämisierende Wirkung |
| keine polungsabhängigen Wirkungen im Sinne einer Tonusregulation |