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Hochfrequenztherapie |
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Definition
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Unter Hochfrequenztherapie versteht man die Anwendung von Wechselströmen im Frequenzbereich 0,1 - 3000 Mhz zu therapeutischen Zwecken. Zur Anwendung kommen : | |||
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| Das Wirkprinzip besteht in der Umsetzung von elektromagnetischer Energie in thermische Energie innerhalb des Gewebes. |
Physikalische Grundlagen
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Elektromagnetische Schwingungen breiten sich (in der Luft) mit Lichtgeschwindigkeit aus. Das Produkt aus Wellenlänge und Schwingungszahl (Frequenz) ist immer gleich der Lichtgeschwindigkeit (300 000 km/s). Zur Erzeugung der, zur Therapie verwendeten, elektromagnetischen Schwingungen werden Hochfrequenzgeneratoren eingesetzt; diese bestehen im Wesentlichen aus einem Schwingkreis, der aus einem Kondensator und einer Spule gebildet wird. | ||
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| In einem Schwingkreis, bestehend aus einem Kondensator und einer Spule, entsteht während der Entladung des Kondensators ein elektrischer Strom in der Spule, der in der Spule ein Magnetfeld erzeugt. Dieses Magnetfeld erzeugt in der Spule einen elektrischen Strom in Gegenrichtung, der den (entladenen) Kondensator auflädt. Im Hochfrequenzgenerator werden die Energieverluste durch Verstärkereinrichtungen ausgeglichen, damit die Schwingungsamplituden konstant bleiben. Die im Hochfrequenzgenerator erzeugten Schwingungen werden auf einen zweiten Schwingkreis, den Patientenkreis übertragen. |
Einbringung in den Körper
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Die Übertragung der Hochfrequenzenergie auf das Körpergewebe erfolgt bei der Kurzwellentherapie dadurch, daß das Körperteil zwischen die Platten des Kondensators gebracht wird (Kondensatorfeldmethode), oder dadurch, daß das Körperteil dem Magnetfeld der Spule ausgesetzt wird (Spulenfeldmethode). |
| Bei der Dezimeter- und Mikrowellentherapie erfolgt die Übertragung der elektromagnetischen Energie mit speziell geformten Strahlern, in deren Strahlenfeld das Körperteil von elektromagnetischen Wellen durchdrungen wird (Strahlenfeldmethode). |
Umsetzung im Gewebe
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Die Energie des elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Wechselfeldes wird im Gewebe durch Absorption in Wärme umgesetzt. Viele Moleküle des Körpergewebes haben Dipoleigenschaften, weswegen sie im hochfrequenten Wechselfeld zu verstärkten Oszillationen angeregt werden. Durch die erhöhte Reibung der Moleküle aneinander ergibt sich eine Erwärmung des Gewebes. |
| Bei der Kondensatorfeldmethode kommt es zu einer relativ starken Erwärmung des Fettgewebes; durch einen grösseren Elektrodenabstand lässt sich dieser Effekt vermindern. Bei der Strahlenfeldmethode wird das Fettgewebe weniger stark, zugunsten der Muskulatur und des Bindegewebes, erwärmt. | |
| Die beste Tiefenerwärmung erreicht man mit der Strahlenfeldmethode, wobei die geringste thermische Fettbelastung und grössere Eindringtiefe bei der Dezimeterwellentherapie gegeben ist. |
Wirkungen der Hochfrequenztherapie
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Der entscheidende, therapeutisch wirksame Effekt ist die Erzeugung von Wärme im jeweils erreichten Körpergewebe. Alle weiteren Effekte sind als sekundäre Auswirkungen der Wärmeerhöhung im Behandlungsgebiet zu verstehen. Vor allem sind dies : | |||||||
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Dosierungsparameter
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Da es nicht ohne weiteres möglich ist, die im Körpergewebe in Wärme umgesetzte Hochfrequenzenergie zu messen, ist man bei der Dosierung auf das subjektive Wärmegefühl des Patienten angewiesen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Indikationen
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Krankheiten des rheumatischen Formenkreises |
| posttraumatische Folgezustände, insbesondere Kontrakturen | |
| postoperative Folgezustände | |
| gastroenterologische Krankheiten | |
| chronische Adnexitiden | |
| chronische Bronchitis | |
| Myalgien | |
| postpneumonische und postpleuritische Restzustände | |
| entzündliche und eitrige Prozesse | |
| alle Erkrankungen, die durch Wärme positiv beeinflusst werden |
Kontraindikationen
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Herzschrittmacher !!! |
| Metallgegenstände im Bestrahlungsbereich !!! | |
| Insulinpumpe ! | |
| feuchte Kleidungsstücke, insbesondere aus Kunstfasern, feuchte Verbände | |
| grössere Flüssigkeitsansammlungen im Körper (Pleuraerguss, Aszites, etc.) | |
| Behandlungen am Kopf (Augen !) | |
| akute und subakute Thrombophlebitis | |
| akute traumatischen Prozesse | |
| akute entzündlichen Prozesse | |
| Gravidität | |
| AVK Stadien I - IV | |
| M. Sudeck Stadium I - II | |
| Tumore und Metastasen | |
| fieberhafte Erkrankungen | |
| fehlendes Temperaturempfinden | |
| alle Erkrankungen, die auf Wärme mit einer Verschlimmerung reagieren |
Durchführung einer Hochfrequenztherapie
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Anamnese | » | Herzschrittmacher ? Metall im Körper ? Metall am Körper ? Hörgerät ? Wärmesensibilität ? |
| Inspektion | » | Herzschrittmacher ? Metall im Körper ? Metall am Körper ? Hörgerät ? Feuchte Kleidung/Verbände ? Behandlungsliege/-stuhl metallfrei ? Metall/Elektrogeräte in näherer Umgebung ? | |
| Patienten - Info | » | Patient aufklären, was Er spüren soll und was Er nicht spüren darf (starke Hitze, Schmerz) !! | |
| Lagerung | » | Dem Behandlungsbereich gemäss und so bequem wie möglich. | |
| Elektrodenanlage | » | Gemäss Behandlungsziel und vorhandenem Gerät die Elektroden wählen; Anlage gemäss Betriebsanleitung des vorhandenen Gerätes; Elektroden-Hautabstand beachten !! Körperteile dürfen sich nicht direkt berühren !! | |
| Zeit/Dosis einstellen | » | entsprechend dem Krankheitsbild; entsprechend der Betriebsanleitung; Faustregel : Lieber weniger als zu viel !!! | |
| » | Patient öfter nach seinem Wärmeempfinden fragen ! Falls zu hoch, Dosis vermindern ! |
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