Meine Drogenkarriere begann recht klassisch. Im Alter von ca. 15-16 Jahren kam
ich in der Schule zum erstenmal
mit Cannabisprodukten in Berührung. Der Vollständigkeit halber
möchte ich noch anmerken, daß
ich zu diesem Zeitpunkt schon regelmäßig Zigaretten rauchte und auch
schon hin und wieder Alkohol konsumiert
hatte; letzteres in Maßen. In den folgenden 3-4 Jahren rauchte ich
gelegentlich an den Wochenenden mal den einen
oder anderen Joint, allerdings stets in Gesellschaft und niemals alleine.
Im Alter von 20 Jahren erweiterte ich mein Repertoire und probierte Speed.
Meine Freizeitgestaltung an den Wochenenden
verlagerten sich durch diese Droge mehr und mehr in die Diskotheken. Das
Cannabis wurde vom Speed fast vollständig
verdrängt und kam eigentlich nur noch sonntags zum Zug, wenn ich nach
durchgemachter Nacht Probleme mit dem
"Runterkommen" hatte. Etwa 1 Jahr später nahm ich Kokain in meine
"Sammlung" auf.
Über eine Ex-Freundin lernte ich im Laufe der Zeit einige zwielichtige
Gestalten kennen, die ausgiebig mit allen
möglichen Drogen experimentierten. Trotzdem dauerte es noch ca. 4 Jahre bis
ich zum erstenmal Heroin konsumierte.
Bis dahin war ich bei gelegentlichen Sessions mit vorwiegend Kokain geblieben.
Nur an manchen Wochenenden, wenn mich
die Lust auf Disco und Tanz überkam, organisierte ich mir ein wenig Speed.
Da ich bei nachlassender Euphorie aber
immer mehr mit Depressionen zu kämpfen hatte, ließ ich irgendwann ganz
die Finger von Speed, was sich bis dato
nicht geändert hat.
1989 hatte ich also den ersten Kontakt mit Heroin und bei dieser Droge, der ich
jahrelang aus dem Weg gegangen war,
blieb ich; mit einigen Unterbrechungen - bedingt durch Selbstentzug, Knast,
wiederholte Methadonsubstitution
etc. - bis vor einigen Monaten.
Gegenwärtig befinde ich mich (mal wieder) beigebrauchsfrei in Substitution.
Begonnen habe ich mit 50 mg und werde
auf eigenen Wunsch bereits 5 mg pro Woche abdosiert (...bin schon bei 20
mg!!!). Die soziale Betreuung hat der SKM Köln
(Sozialdienst Katholischer Männer) übernommen - mein zuständiger
Sozialarbeiter bemüht sich wirklich
toll um seine "Schäfchen"! Diesmal - mittlerweile habe ich einen stabilen
persönlichen Background - werde ich
es auch bestimmt schaffen, nach Beendigung der Methadonsubstitution ein
drogenabstinentes Leben zu führen!